Baphomets Fluch – Broken Sword

Baphomets Fluch ist ein extrem geniales Point&Click-Adventure von Revolution Software. Es ist weitaus bekannter unter dem Namen Broken Sword (erstmals veröffentlicht im Jahr 1996). Mittlerweile gab es bereits einige Portierungen für iPhone, GameBoy Advance und sogar Palm OS. Bis jetzt sind es 4 Teile (ein 5. ist bereits in Planung), auf die ich jetzt genauer eingehen möchte:

 

Teil 1 – Baphomets Fluch:

HANDLUNG:

Der Amerikaner George Stobbart (gesprochen von Alexander Schottky) macht Urlaub in Paris und sitzt zu Beginn des Spiels in einem Straßencafé. Plötzlich kommt ein Clown mit Akkordeon, der in das Café geht, es aber gleich wieder mit einem Koffer verlässt. Es gibt eine Explosion bei der ein Gast stirbt. George möchte auf eigene Faust herausfinden, was es mit dem Attentat auf sich hat und beginnt zu ermitteln. Dabei lernt er die hübsche französische Journalistin Nicole Collard (gesprochen  von Franziska Pigulla) kennen. Es entwickelt sich eine verworrene Geschichte um einen geheimen Neo-Templerorden, der den Dämonen Baphomet beschwören möchte. Während George’s Reise durch Paris, aber auch Irland, Spanien, Syrien und Schottland kommen sich George und Nicole näher….

 

SPIELPRINZIP:

Der Spieler übernimmt im Original die Rolle des George Stobbart. Wie es typisch für Point&Click-Adventures ist, bewegt man die Figur durch anklicken bestimmter Stellen durch die Spielwelt. Dabei sammelt man allerhand Gegenstände, die einem bei witzigen Logik- und Kombinations-Rätseln helfen sollen. Georges schwarzer Humor ist dabei ein typisches Merkmal der Serie. Anders als in anderen Point&Click-Adventures (zb Monkey Island, The Dig) ist es für George möglich in einigen Szenen zu sterben, wenn man nicht richtig reagiert.

 

DIRECTORS CUT:

Im Directors Cut wird das Spiel um einige Szenen und Rätsel erweitert. Unter anderem kommt Nico als zweite spielbare Figur hinzu und auf ihre Vorgeschichte wird mehr eingegangen. Optisch wurde das Inventar und die Closeups der Protagonisten überarbeitet. Im Vergleich zu Erstveröffentlichung wurden das Ziegenrätsel entschärft und die Sterbemöglichkeiten aus dem Spiel genommen. Der Directors Cut erschient am 19.03.2009 für Nintendo DS und Wii, am 20.01.2010 für iPhone und iPod Touch, sowie am 28.06.2012 für Android, wobei die Grafik hier noch einmal überarbeitet wurde.

 

FAZIT:

Dieses Spiel besticht durch einen sehr gelungenen Soundtrack, der in Kombination mit der nostalgischen Grafik und der sehr gut gelungenen Synchronisation extrem viel Spaß macht. Die Rätsel sind wirklich knifflig aber dennoch lösbar. Die Story ist fesselnd und wird wie bereits erwähnt mit schwarzen Humor witzig gestaltet. Die Figuren im Spiel kommen glaubhaft rüber und man kann sich in den Hauptcharakter hineinversetzen, da man selbst immer neugierig auf jede Situation wartet.

Dieses Spiel erhält von uns 5 von 5 Punkten.

 

Teil 2 – Die Spiegel der Finsternis:

HANDLUNG:

George ist nach Amerika zurückgekehrt, um seine Zeit dem sterbenden Vater zu widmen. Nach dessen Tod möchte er Nico wiedersehen und reist noch einmal nach Paris. Diese ist jedoch ziemlich abweisend geworden, denn sie verfolge eine heiße Spur. Zuerst wollte sie einen gewissen Karzac des Kokainschmuggels überführen, doch dann fand sie in einem abgefangenen Paket einen seltsam gravierten Obsidianstein. Mit diesem wollte sie sich mit dem Mittelamerika-Spezialisten Oubier treffen, der sie in sein Haus einlud. George begleitet sie dorthin. Statt auf Professor Oubier treffen die beiden jedoch auf einen Indio, der sie ins Haus lockt. Dort wird George bewusstlos geschlagen und an einen Stuhl gefesselt, während Nico entführt wird. Eine spannende Jagd um den Majakult beginnt. Dieses Abenteuer spielt wieder an zahlreichen Orten wie Paris, Marseille, London und einer fiktiven Bananenrepublik namens Quaramonte.

 

BAPHOMETS FLUCH 2 REMASTERED:

Am 9. Dezember 2010 veröffentlichte Revolution Software ein Remake für iPhone und iPad. Auch dieses Spiel wurde auf den selben Stand wie der erste Directors Cut gebracht. Inhaltlich wurden aber keine Änderungen vorgenommen. am 09.04.2011 folgte die Veröffentlichung der Mac-Version und am 31.05.2011 die PC-Version.

 

FAZIT:

Die Fortsetzung der Reihe, nur ein Jahr nach Erscheinen des ersten Teils, hat sich definitiv gelohnt. Das Spiel hat genauso viel Reiz wie sein Vorgänger. Die Geschichte um den Majakult wirkt etwas verworren, ist aber dennoch sehr spannend und mitreißend. Die Synchronisation ist auch hier wieder sehr gut gelungen. Die Rätsel wirken jedoch ab und zu ziemlich gewollt und merkwürdig. Dennoch macht es viel Spaß, herauszufinden, warum Nico am Anfang verschleppt wird.

Dieses Spiel erhält von uns 4 von 5 Punkten.

 

Teil 3 – Der schlafende Drache:

Der dritte Teil der Serie erschien erst 6 Jahre später und enthält diesmal Echtzeit-3D-Grafik sowie eine reine Tastatursteuerung. Das Spielprinzip und der Charme der ersten beiden Teile wird jedoch trotz der neuen Grafik beibehalten. Das Adventure erschien im Oktober 2003 für die PS2, xBox und den PC.

 

HANDLUNG:

George (der als Patentanwalt arbeitet) ist im Kongo unterwegs, als sein Flugzeug wegen einem Unwetter abstürzt. Es kommt (wie typisch für solche Situationen) auf der Kante einer Klippe zum Stehen. George gelingt es aber, sich und seinen Piloten aus dieser Situation zu befreien. Bald darauf findet er seinen Klienten tot auf. Zur selben Zeit wird Nico von einem Hacker in Paris in seine Wohnung gebeten. Er will eine Entdeckung im Zusammenhang mit dem Voynich-Manuskript gemacht haben. Doch auch Nico findet ihren Klienten tot auf. Bald darauf treffen sich George und Nico und finden heraus, dass beide Morde miteinander verbunden sind. Der tot geglaubte Templerorden (aus Teil 1) hat großen Anteil an den Ereignissen. Die Handlung erstreck sich vom Kongo über Paris, bis hin nach Prag, Glastonbury und Ägypten.

 

FAZIT:

Wir denken entgegen aller positiven Kritiken, dass dieser Teil der Serie wegen seiner neuen Grafik einen ganzen Haufen Charme verloren hat. Dennoch ist die Geschichte wieder sehr gut gelungen und die Rätsel abwechslungsreich und spannend. Es gibt zwar mehr „Schieberätsel“ als in den Vorgängern, doch diese stören uns wenig.

Dieses Spiel erhält von uns 4 von 5 Punkten.

 

Teil 4 – Der Engel des Todes:

Baphomets Fluch: Der Engel des Todes (Broken Sword: The Angel Of Death) wurde am 15.09.2006 veröffentlicht. Wie auch im 3. Teil wurde eine 3D-Engine verwendet, jedoch wurde die Point&Click-Steuerung wieder eingeführt.

 

HANDLUNG:

Unser Protagonist George arbeitet mittlerweile als Anwalt in einem heruntergekommenen Kautionsbüro. Die Beziehung mit Nico hat sich vor einiger Zeit auseinandergelebt. Eines Tages kommt eine junge Frau namens Anna Maria in sein Büro und George verliebt sich sofort in die mysteriöse Schönheit. Ihr plötzliches Verschwinden ist der Start für Georges Abenteuer Nummer 4. Wieder einmal geht es um ein altes Artefakt, dessen Macht die Welt vernichten könnte. Deshalb muss George erneut die Welt retten.

Anna Maria ist in diesem Teil ein ziemlich undurchsichtiger Charakter. Auch Nico kommt wieder als steuerbarer Charakter ins Spielgeschehen, ist aber eher mit einer untergeordneten Rolle besetzt worden.

 

FAZIT:

Das Spiel hat für uns bereits einiges an Charme einbüßen müssen, da Nico nicht mehr zu George „gehört“. Die Synchronisation ist zwar wieder sehr gut gelungen, jedoch sind die Rätsel unserer Meinung nach viel zu sehr gewollt und nicht plausibel ins Spielgeschehen eingebracht. Für echte Fans der Serie ist auch dieser Teil jedoch ein Muss!

Wir geben dem Spiel 3,5 von 5 Punkten.

 

Teil 4 – Der Sündenfall:

Episode 1 des Spiels wurde am 4. Dezember 2013 für Windows-PC und OSX veröffentlicht; die Android- und iOS-Versionen sollen zu einem unbestimmten Zeitpunkt nachgereicht werden. Die zweite Episode sollte im Januar 2014 erscheinen, aber durch Nacharbeiten am Spiel erschien sie erst Ende April. Das Spiel wurde über eine Kickstarter Kampagne finanziert und kehrt teilweise wieder zu den Wurzeln der P&C-Adventure-Reihe zurück (zb der alte Grafikstil).

 

HANDLUNG:

Endlich sind George und Nico wieder vereint. Nach langer Zeit, haben sie sich doch wieder getroffen und gehen nun gemeinsam in eine Bildergalerie, da dort eine Ausstellung stattfindet. Jedoch dauert es nicht lange und die typische „Baphomets Fluch“-Geschichte nimmt ihren Lauf. Der Galleriebesitzer wird niedergeschossen und ein Bild namens „La Malediccio“ wird gestohlen. Wiedereinmal befinden sich Nico und George in mitten eines Mordfalls, der in einer Verschwörung endet. Denn dieses Bild soll das Versteck des Gnostikerschatzes verraten.

Die Geschichte ist an sich wieder mit ettlichen vergangenen Ereignissen gefüttert um die Spannung zu wahren: Unter anderem finden der spanische Bürgerkrieg und das russische Oligarchentum einen Platz in der nicht ganz so tiefgründigen Geschichte. Typisch für diese Adventure-Reihe: Jedes Rätsel gibt ein neues Stück der Geschichte preis.

Dafür haben sich die Entwickler aber Gedanken gemacht und viele alte Charaktere wieder ins Spiel gesetzt, was meiner Meinung nach NUR positiv ist. Da wären zb. die Hendersons, die uns jedes Mal aus einer misslichen Lage befreit haben. Desweiteren finden wir im Spiel Sergeant Moue, die (etwas) exzentrische Lady Piermont und die hellsehende Blumenverkäuferin.

 

FAZIT:

Das Spiel ist an und für sich, wieder gut gelungen und schafft es, nostalgische Fans die die Reihe mit der „Clownbombe“ kennen und lieben gelernt haben, in den Bann zu ziehen. Auch der „Rückschritt“ zum alten Grafikstil mit neuem Charakterstil gefällt uns sehr gut. Leider wirkt das Spiel jedoch irgendwie unfertig und mit seiner knappen Spielzeit von ungefähr 6-8h ist es doch relativ mager. Dazu kommt, dass einige Rätsel für Baphomets Fluch Veteranen zu leicht sind. Und falls man doch mal nicht weiterkommt, hilft das „Vier-Schritt-Tipp System“. Trotzdem hat uns das Spiel wieder in seinen Bann gezogen. George hat uns mit seinem trockenen Humor wieder sehr amüsiert. Trotz relativ schlechter Synchro und dem Plot-Twist, den wir bereits nach wenigen Stunden richtig vorrausgesagt haben, empfehlen wir diesen Teil der Baphomets Fluch Reihe sehr gern!

 

Wir geben dem Spiel 4 von 5 Punkten.

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