Die perfekte Energiekurve

Schritt 1: Die Spitzen
Zuerst brauchen wir die Anzahl der Energiespitzen in unserem Song. Üblicherweise sind es drei. Die meisten Songs sind mit 3 Spitzen ausgestattet, so wie auch viele Filme, Musicals etc. Man kann von dieser Zahl auch abweichen, allerdings wird die Produktion dadurch auch schwerer. Und noch ein Hinweis: Mit Energiespitzen meine ich nicht, Refrains. Wenn sich der letzte Refrain z.B. nicht ändert, zählt er mit dem Refrain davor als eine Spitze.

Schritt 2: Die Platzierung
Jetzt müssen wir entscheiden, an welchen Stellen im Song diese Energiespitzen ihren Platz haben. Wie schon erwähnt sollten wir also entscheiden, wo der Refrain stattfindet. Das entscheidet sich üblicherweise über die Spannung und den Hype.

Hier mal ein Beispiel: Entscheiden wir uns für drei Energiespitzen, sollten wir einen Aufbau ähnlich zu diesem wählen: Strophe – Bridge – Refrain – Strophe – Bridge -Refrain – Bridge Refrain (ohne Intro, Outro und Zwischenteile). Bei vier Energiespitzen könnte man am Anfang direkt mit dem Refrain starten. Das ist aber wirklich schwer, da wir gleich den Höhepunkt unseres Songs verraten, ohne dort hinzuführen!

Um dich richtig zu entscheiden, hier mal zwei Tipps:
1. Das Ende muss groß sein! 
Wie in den meisten Songs, endet die „Reise“ am Höhepunkt. Also könnten wir dort einen Refrain platzieren. Wollen wir ein offenes Ende, könnten wir dort auch die Bridge platzieren, so wie es Justin Timberlake in seinem Song What goes around comes around macht. Der Zuhörer drückt dann schneller den Replay-Knopf!

2. Höher, Höher, Höher!
Das größte Problem für die meisten Songwriter stellt die 2. Strophe dar. Wie komme ich vom ersten Höhepunkt wieder in die Geschichte, ohne das es langweilig wird? Denke an den letzten Song, den du richtig gut fandest. Bei mir war das Eleni Foureira‘s Fuego. Ich konnte mir den Song stundenlang in Dauerschleife anhören, aber irgendwann wurde es langweilig, weil ich den Song in und auswendig konnte – mit jedem einzelnen Element.

Wenn du dich also nicht veränderst, wird der Zuhörer schnell gelangweilt sein, und das wollen wir nicht. Daher kannst du z.B. kleine Elemente wie einen Shaker oder eine zusätzliche Snare aus dem Refrain in der 2. Strophe verwenden. Du musst die nächste Strophe also größer machen, als die davor.

Es ist gar nicht so schwer, das Gefühl von Spannung in einem Song zu vermitteln: Hier ein Beispiel:

Schlechte Technik (dasselbe Hype-Level) „Und da sind wir wieder…“

Gute Technik (höheres Hype-Level) „Warte mal, da kommt noch mehr?!“

Großartige Technik (höheres Hype- und Spannungslevel) „Waaaaarte maaaal!“

Das Level muss also während des gesamten Songs relativ steigen. Mit Ausnahme der impliziten Spannungskurve.

Hier gehts weiter zu Teil 2…

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