Energie in Songs

Eines haben alle musikalischen Werke gemeinsam: Sie verändern im Verlauf ihre Energie. Um das Prinzip der Energie zu verstehen braucht es nicht viel! Man muss nur wissen, wie man damit umgeht.

Ein Songtext erzählt eine Geschichte. Der Höhepunkt dieser Geschichte – üblicherweise der Refrain – hat dabei das höchste Level an Energie. Die Strophen, die zum Höhepunkt hinführen, haben ein geringeres Energielevel. Ein guter Songwriter weiß, wann er wie die Energie des Tracks erhöhen und wann er sie verringern muss.

Um die Energie darzustellen eignet sich ein Diagramm, dass diese über den zeitlichen Verlauf eines Songs zeigt. Um das zu verdeutlichen, hier ein Energiediagramm des Songs Rather Be von Clean Bandit.

Diese Kurve zeigt auf einfache Weise, wie sich das Energielevel in ein paar Minuten Musik ständig verändert! Die höchste Energie hat der Song also im letzten Refrain. Das niedrigste Energielevel hingegen findet sich im Intro und der ersten Bridge. 

Wie kann man Energie aber richtig erklären?

Wenn man von Energie spricht, meint man aber meistens etwas anderes. Die Begriffe Spannung und Hype sind besser differenzierbar und deutlich einfacher zu verstehen! 

Der Hype beschreibt das relative Energielevel während des Songs. Er kann nur abrupt steigen oder sinken, nicht gleichmäßig und langsam, so wie die Spannung. Üblicherweise verändert sich der Hype alle 4-8 Takte. Im Refrain ist der Hype so gut wie immer am höchsten Punkt. Bei einem Auto wäre der Hype das Getriebe. Der Hype eines Songs verläuft im Standardfall wie folgt:


Den größten Einfluss auf den Hype haben Rhythmus und Arrangement des Songs.

Aber ohne Spannung bringt auch der größte Hype nichts! Auch wenn der Hype gerade auf einem niedrigen Niveau ist, soll der Zuhörer nicht abschalten oder zum nächsten Lied wechseln. Das erreichen wir durch Spannung. Erhöhen wir die Spannung bei gleichbleibendem Hype, lassen wir den Zuhörer wissen, das bald ein „großer Knall“ auf ihn zukommt. In der Analogie zum Auto wäre die Spannung das Gaspedal. Die Spannung lässt sich üblicherweise wie folgt darstellen:

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Den größten Einfluss auf die Spannung haben Rhythmus und Harmonien eines Songs.

Spannung und Hype lassen sich gemeinsam meist wie folgt abbilden. Dazu muss man allerdings wissen, dass diese beiden Elemente nicht immer so ähnlich steigen und fallen. Das kann auch manchmal total gegensätzlich sein. Allerdings kann man mithilfe dieser Diagramme nicht sagen, ob man einen rockigen Song oder eine Ballade hört. denn jeder Song hat diese Elemente. Und nur wenn sie richtig eingesetzt werden, wird der Song zum Hit!

Und noch ein kleiner Hinweis: Alles was du bis hier hin gelesen hast, bezieht sich auf relative Werte! Je nach Song können Hype und Spannung auch komplett anders verlaufen!

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